Geodätische Prüfung der Rügenbrücke
Millimetergenaue Höhenmessungen an der größten Schrägseilbrücke Deutschlands – wir waren erneut dabei.
Nach 2007 und 2017 nahmen wir erneut die Prüfung an der größten Schrägseilbrücke Deutschlands vor – der Rügenbrücke. Ein beeindruckendes Bauwerk mit einer Länge von 2.831 Metern und Pylonspitzen, die bis zu 128 Meter hochragen.
Die Anforderungen waren hoch: Millimetergenaue Höhenmessungen mussten an zahlreichen Kontrollpunkten auf den Unter- und Überbauten in mehreren Etappen umgesetzt werden. Gemeinsam mit anderen Bauwerksprüfern führten wir den geodätischen Teil Brückenprüfung durch, die teilweise eine Vollsperrung der Brücke erforderte.
Für die vielen wasserseitigen Pfeiler setzten wir erneut ein umgerüstetes Boot aus unserer firmeneigenen Flotte ein.
Die Arbeiten wurden jedoch durch ungewöhnliche Wetterbedingungen erschwert: Ein warmer September mit Temperaturen über 30 °C wurde von einem Wettersturz abgelöst, der mehrere Wochen lang starke Winde von bis zu 7 Beaufort mit sich brachte. Diese Bedingungen zwangen unsere Messtrupps zunächst in den Standby-Modus, bevor wir schließlich mit zwei versetzt arbeitenden Messtrupps à drei Personen die langen wasserseitigen Passagen mit einem Doppelnivellement überwinden konnten.
Ein weiteres Stück des großen Nivellementspuzzles wurde damit abgeschlossen – ein Puzzle, das aus vielen noch folgenden Einzelmessungen besteht.
Für unser Team war es eine besondere Ehre, die Brücke, die wir bereits von 2004 bis 2007 während ihrer Entstehung täglich betreut haben, erneut einen vermessungstechnischen Besuch abzustatten.








